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Die regionalen Unternehmerverbände MVs fordern: Zusätzliche Termine zur Sonntagsöffnung von Geschäften bis Ende 2021

Die Unternehmerverbände setzen sich dafür ein, dass im Land Mecklenburg-Vorpommern alle Möglichkeiten genutzt werden, die beitragen, dass besonders betroffene Unternehmen ihre durch den Corona-Lockdown bedingten Verluste ausgleichen bzw. wenigstens abfedern können. Nur wenn die Unternehmen diese Situation überstehen, bleiben Arbeitsplätze bestehen, ist Konsumkraft da, kommen Steuereinnahmen in die Kassen und kann Lebensqualität erhalten bleiben. Die Ausweitung der Sonntagsöffnungs-Zeiten kann dazu beitragen.

Die bisherigen Unterstützungspakete von Bund und Land waren ein wichtiges Signal und überlebensnotwendig in der ersten Phase des Lockdowns. Die Krise verlangt aber auch weiterhin von allen ab, Wege zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen zu finden. Ziel muss es sein, so viele Unternehmen wie möglich durch diese wirtschaftliche Ausnahmesituation zu bringen.

In Deutschland sind Ladenöffnungszeiten per Gesetz geregelt und werden von den Bundesländern festgelegt. Mit Blick auf die dramatischen Entwicklungen im Einzelhandel sollten in den Jahren 2020 und 2021 Möglichkeiten geschaffen werden, damit - unter bestimmten Voraussetzungen - an weiteren Sonntagen geöffnet werden kann.

Ob die Unternehmen die Sonntagsöffnung nutzen oder nicht, bleibt die eigene Entscheidung. Jedoch sollte diese grundsätzlich möglich sein und vom Unternehmer und der Unternehmerin selbst entschieden werden können. Unternehmen dürfen nicht in ihrer unternehmerischen Freiheit und den entsprechenden Entscheidungen beschnitten werden.

Wir respektieren dabei selbstverständlich die Positionen der weiteren Sozialpartner und sind uns einig, dass derartige Ausnahmeregelungen nur temporär gültig sein können und Auflagen zum Schutz der ArbeitnehmerInnen mit den Arbeitgebern abgestimmt werden müssen. Die Freiwilligkeit der Nutzung von zusätzlichen Sonntagsöffnungs-Terminen sollte daher auch für Mitarbeiter gelten.

Wir öffnen unser Bundesland für den Tourismus, dann sollten wir auch dem Handel die Möglichkeit geben, die vorhandene Kaufkraft der Urlaubsgäste und damit die Chance zu nutzen, große Teile des Einzelhandels in MV zu stabilisieren und Insolvenzen zu verhindern.

Zusätzliche Termine zur Sonntagsöffnung wären eine hilfreiche Sofortmaßnahme durch die Landesregierung, die nichts kostet und mit Blick auf die derzeitigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise als temporäre Maßnahme auch zu akzeptieren sein sollte.

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