Vier-Tage-Woche: „Eine Debatte zur Unzeit“

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Der Hauptgeschäftsführer von NORDMETALL und AGV NORD Dr. Nico Fickinger hat die von den Gewerkschaften angestoßene Diskussion über eine Vier-Tage-Woche als „Debatte zur Unzeit“ bezeichnet. „In Zeiten des Fachkräftemangels brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Arbeitsvolumen, um uns aus der Krise heraus zu arbeiten und die Herausforderungen der ökologischen Transformation zu meistern“, so der Arbeitgebervertreter. Außerdem benötigten die Firmen ein Belastungsmoratorium und nicht eine zusätzliche Verteuerung des Faktors Arbeit durch einen wie auch immer gearteten Lohnausgleich.

„Die Debatten über globale Arbeitszeitverkürzungen stammen aus einer Zeit, in der hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt herrschte“, so Fickinger weiter. „Inzwischen haben sich die Zeiten umgekehrt, es besteht ein eklatanter Mangel an Personal, der sich aufgrund der demographischen Entwicklung weiter verschärfen wird, deshalb müssen auch die Rezepte in die andere Richtung gehen. Mit einer Wochenarbeitszeit von 35 Stunden und einem Durchschnittseinkommen von 60.000 Euro rangieren insbesondere die Metall- und Elektroberufe an der obersten Spitze der Attraktivität für die Beschäftigten. Unsere Aufgabe muss es jetzt sein, die Produktion in Deutschland auch attraktiv für die Arbeitgeber zu halten, um eine schleichende Deindustrialisierung und eine Verlagerung ins Ausland zu verhindern.“

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