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Wirtschaftsball 2023 und Auszeichnung „Unternehmer des Jahres 2023

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Am Samstag, den 04. November 2023 findet der Wirtschaftsball des Unternehmerverbandes, zum 31. Mal statt. In diesem Jahr wird der Ball im Schloss Basthorst durchgeführt. Seit 1992 freuen wir uns, einmal jährlich in diesem Rahmen zusammen zu kommen. Seit diesem Zeitpunkt nehmen wir auch die Auszeichnung „Unternehmer des Jahres“ unseres Verbandes vor.

Verbandspräsident Matthias Kunze: „Unser Ball und auch die Ehrung des „Unternehmer des Jahres“ haben eine lange Tradition. Im Rückblick auf die über 30 Jahre, die wir diesen Ball durchführen, gab es oft schon wirtschaftlich schwierige Zeiten, in denen der Ball trotzdem stattfand. Es war und ist uns Unternehmerinnen und Unternehmern immer wichtig, unseren Zusammenhalt in der Region zu festigen und uns auch mit unseren Leistungen zu zeigen. Die in mancher Hinsicht oft vermisste Wertschätzung gegenüber der Wirtschaft können wir als Unternehmerverband jedoch unseren Mitgliedern zukommen lassen. Der komplett ausverkaufte Wirtschaftsball zeugt davon, dass unsere Unternehmerschaft dies zu schätzen weiß.

Darüber hinaus ist unsere Auszeichnung „Unternehmer des Jahres“ eine Würdigung „von Unternehmern – für Unternehmer, denn niemand als sie selbst kann besser einschätzen, wie es ist, ein Unternehmen durch gute und eben auch durch schlechtere Zeiten zu führen.“

"Unternehmer des Jahres 2023“
Mit der Auszeichnung „Unternehmer des Jahres“ stellen wir jedes Jahr einige Unternehmerinnen und Unternehmer besonders in den Fokus und würdigen gemeinsam die erreichten Erfolge. Im Beisein der 170 Gäste aus Wirtschaft und Politik werden die nominierten Unternehmer aus den Verbandsregionen Schwerin, Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim per Film und in Person vorgestellt.

Die Nominierten sind:
• aus der Verbandsregion Nordwestmecklenburg wurde nominiert:
Thomas Moll mit der Pflegedienst Moll GmbH aus Grevesmühlen
• aus der Verbandsregion Schwerin wurde nominiert:
Holger Herrmann mit seiner maxpress agentur für kommunikation GmbH & Co. KG
• aus der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim wurde nominiert:
Steffen und Sven Janka von der WertE - Gesellschaft für Nachhaltigkeit mbh aus
Ludwigslust

Geschäftsführerin Pamela Buggenhagen in ihrer Einschätzung zu den Unternehmen: „Unsere diesjährigen Nominierten sind nicht miteinander vergleichbar, sondern jedes Unternehmen steht für sich. Der eine ist lange am Markt, bestens vernetzt und gut etabliert, der Nächste ist noch nicht so lange als Unternehmer tätig, hat aber eine rasante Entwicklung genommen, die man erst einmal hinbekommen muss und die anderen stellen sich den Herausforderungen der Transformation mit dem Anspruch, die regionale Wirtschaft dabei zu unterstützen.

Gemeinsam ist jedoch allen: Als Ostdeutsche in Mecklenburg-Vorpommern haben alle mal klein angefangen und konnten nicht oder zumindest kaum auf geerbtes, geschenktes oder übergebenes Kapital zurückgreifen. Investitionen konnten nicht aus der Portokasse beglichen werden, man baut auf und arbeitet mühevoll viele Jahre ab. Und Krisen, wie sie nunmehr seit drei Jahren anhalten, werden auch nicht einfach abgewettert, wie anderswo, wo man auf Rücklagen in Dimensionen zurückgreifen kann, die einem längeres Durchhalten ermöglichen würden.

Alles, was jetzt da ist, der Stand, der erreicht wurde, wurde selbst erarbeitet. Keine Konzernmutter rettet oder stützt mit einer Finanzspritze, Fördermittel halten sich in Grenzen, Gewinne ebenso. Mittelstand also, aber mit einer ostdeutschen Spezifik, weil die Startvoraussetzungen deutlich anders sind. Dies sollte die Leistungen unserer hiesigen Unternehmerschaft noch einmal in ein besonderes Licht rücken.“

Auf dem Wirtschaftsball werden gegen 21:30 Uhr Matthias Kunze (Präsident) und Pamela Buggenhagen (GF) das Geheimnis um die diesjährige Entscheidung lüften und die Auszeichnung vornehmen.

Die Auszeichnung ist mit einer materiellen Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro verbunden. Kai Lorenzen als Vertreter der Sparkassen Mecklenburg-Schwerin ist Unterstützer des Unternehmerpreises und wird dazu einen Gutschein überreichen.

„Unternehmerin des Jahres 2023“ wird:

Holger Herrmann mit seiner maxpress agentur für kommunikation GmbH & Co. KG

Informationen zum Unternehmen/zur Unternehmerin
Was macht einen Unternehmer eigentlich zum Unternehmer? Ein eigener Kopf, viele Ideen, die Erfahrung, in bestimmten Strukturen an Grenzen zu stoßen und die Erkenntnis, dann mache ich es halt besser selbst? Das könnte die Kurzfassung dessen sein, was Holger Herrmann in den 90er Jahren umtrieb und beitrug, das Unternehmen maxpress zu gründen.

Zu DDR-Zeiten war eine Lehre im Handwerk für ihn der Inbegriff davon, später selbstständig sein zu können. Die sich anschließende Armeezeit eröffnete dann aber doch noch neue Welten. Nicht wegen des „Dienstes an der Waffe“, sondern wegen der durchaus spannenden Angebote für die Soldaten im „Soldaten-Theater“ oder beim „Kreativen Schreiben“. So kam der junge Armist Holger mit der Szene der Kulturschaffenden, mit Musik und Kunst in Berührung und leckte gewissermaßen Blut. Nach der Armeezeit ging es daher nach Dresden zum Kulturstudium. Hier lernte er die Veranstaltungsbranche kennen und organisierte Konzerte sowie Festivals. Noch kurz vor der Wende startete Holger dann in der Bezirksverwaltung im Bereich Veranstaltungsmanagement. Die hier schnell reifende Einsicht, nicht eigenständig und frei genug agieren zu können und die Abwicklung der alten Strukturen ab 1989, bereiteten dann den Weg in die Selbstständigkeit. Erst als sogenannter „fester freier Journalist“ tätig, schrieb er für verschiedene Zeitungen oder unterstützte auch Pressestellen von Verwaltungen.

1997 wurde gemeinsam mit zwei Partnern das eigene Unternehmen „maxpress“ aus der Taufe gehoben. Was als Pressebüro gedacht war und daher im Namen steckt, wuchs sich innerhalb kürzester Zeit zu einer Full-Service-Agentur aus. Kunden, die erst nur Unterstützung bei Texten oder Presse-Veröffentlichungen in Auftrag gaben, fragten schnell weitere Leistungen an. Marketing-Material, Veranstaltungs-Konzeption und Durchführung, Grafik und und und…

So waren schon ein Jahr nach der Gründung 6 Mitarbeiter tätig und 26 Jahre später sind es nun um die 20. Vielen Schwerinern und Mecklenburgern ist maxpress mittlerweile gut bekannt. Die hauspost ist zum Aushängeschild des Unternehmens geworden. Aus der Idee eines Stadtanzeigers, den keiner wollte, gelang es Holger Herrmann die kommunalen Unternehmen Schwerins zusammenbringen und für die Idee einer gemeinsamen regelmäßigen Broschüre zu begeistern. Seitdem ist diese aus den Briefkästen in Schwerin und den umliegenden Orten nicht mehr wegzudenken. Als sich die Gelegenheit ergab, die alte Postschule auf der Krösnitz in Schwerin zu erwerben, gemeinsam im Familienverbund zum eigenen Firmensitz zu entwickeln und gleichzeitig damit beste Bedingungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu schaffen, wurde auch das umgesetzt. So wird seit 2013 die hauspost passenderweise in der ehemaligen Postschule erstellt.

Aber auch mit unzähligen weiteren Aktionen ist maxpress eine echte Hausnummer geworden. Kreativität und Spaß an der Umsetzung neuer Ideen haben immer wieder Neues hervorgebracht. So beispielsweise der aktuelle Online-Guide für Touristen, die mit CitytoGo Schwerins Sehenswürdigkeiten präsentiert bekommen, aber auch das jahrelange ehrenamtliche Engagement beim Drachenbootfestival in Schwerin, beim Handball der Mecklenburger Stiere und den Damen von Grün-Weiß, die als Bücher-Tauschboxen in der Stadt verteilten alten Telefonzellen, die dazu umgesetzten Veranstaltungen „Tauschen und Lauschen“, das Engagement beim Kunstwasserwerk, beim Projekt Herzenssache, beim Projekt „Worttagebau“ zur Förderung junger Schreibender und Künstler und anderes mehr – vieles setzt das Team von Holger Herrmann aus Interesse, Leidenschaft und auch im Ehrenamt um. Apropos Mitarbeiter: auch wenn bei maxpress stetiger Wandel typisch und Flexibilität nötig sind, setzt man hier auf Kontinuität, Bindung zum Unternehmen, fördert die persönliche Entwicklung unter anderem mit jährlichem Bildungsurlaub oder verschiedenen individuellen Angeboten. Holger Herrmann legt Wert auf eine eigene Firmenphilosophie, auf klare Kommunikation und Feedback. Und was er für das eigene Team vorantreibt, wünscht er sich auch für die Unternehmerschaft in der Region. Zusammenhalt ist wichtig – „…sonst wird der kleinere Mittelstand in der momentanen politischen Kultur nicht überleben“.

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