Bildung & Hochschule

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MINT sorgt für frischen Wind in der Bildung

Für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes ist ein leistungsorientiertes Bildungssystem mit verlässlichen Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung. Dabei gilt es, die Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft junger Menschen zu fördern und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu unterstützen.

Unsere Unternehmen benötigen gut ausgebildete Fachkräfte, sowohl aus der beruflichen wie auch der akademischen Bildung. Im Jahr 2030 werden uns ca. 6 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter fehlen. Nur ein strukturell und sozial durchlässiges Bildungssystem ermöglicht, dass sich individuelle Potenziale entfalten können und Bildungswege für jede und jeden offen stehen.

Die Herausforderung der nächsten Jahre wird es daher sein, möglichst alle Jugendlichen durch kompetenzorientiertes Lehren und Lernen zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen und sie zu befähigen, im Anschluss eine Ausbildung oder ein Studium aufzunehmen. Schule hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler durch eine praxisnahe und klischeefreie Berufs- bzw. Studienorientierung zu befähigen, ihren - den persönlichen Fähigkeiten und Neigungen entsprechenden - Weg in den nächsten Bildungsbereich gezielt fortzusetzen.

Alle Bildungsbereiche müssen neben Fachwissen gezielt auch überfachliche Kompetenzen, wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Durchhaltevermögen, kritisches Denken und Toleranz fördern. Die Stärkung der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und die Entwicklung digitaler Kompetenzen junger Menschen müssen noch stärker im Mittelpunkt stehen. Die Verankerung einer umfassenden ökonomischen Bildung muss auf der Basis von bundesweit geltenden Standards ab Klasse 5 umgesetzt werden.

Eine hohe Qualität von Bildung kann nur mit gut qualifizierten Lehrkräften gelingen. Eine fundierte Ausbildung sowie eine systematische Fort und Weiterbildung sind daher zwingend. Dies gilt umso mehr, als dass auf Grund der demografischen Entwicklung künftig zunehmend auch Seiteneinsteiger als Lehrkräfte tätig sein werden.

Die Hochschulen sind gefordert, durch gezielte Förderung exzellenter Lehre die Gleichwertigkeit von Lehre und Forschung zu sichern. Sie gestalten die Inhalte ihrer Angebote und sind verantwortlich für deren Qualität, die durch externe Qualitätssicherungsverfahren regelmäßig überprüft wird. Eine zunehmend stärkere Verzahnung von Bildungs- und Erwerbsphasen macht eine inhaltliche Neukonzipierung von Studiengängen notwendig. Flexible, berufsbegleitende Studiengänge müssen sowohl im Bachelor-, Master- sowie im Weiterbildungssegment ausgebaut werden.

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